BLINDENTENNIS-GRUPPE TRAINIERT IN ROSTOCK

Spielerin Chris und Tennislehrer Rick bringen sorgfältig die Linie an, die den Sportlern das Erkennen der Spielfeldbegrenzung durch Ertasten mit dem Fuß ermöglicht.

Das beweist eine kleine Gruppe stark seheingeschränkter und blinder Sportlerinnen und Sportler aus Rostock. Im Sommer haben sie zu viert angefangen: Chris, Simone, Pavel und Robert. Mittlerweile ist mit Christian ein fünfter Mitstreiter im Boot, der sich dem Abenteuer Tennis für Menschen, die gar nicht oder nur sehr schlecht sehen, angeschlossen hat. Trainiert wird unter Anleitung der Tennisschule Timmermann auf dem Gelände des ARTC Rostock und jetzt im Winter im HCC Rostock.
Das Feld ist kleiner, der Ball etwas größer und gibt beim Aufprall ein schellenartiges Geräusch von sich, so dass er von den Spielerinnen und Spielern geortet werden kann. Zum Zurechtfinden auf dem Spielfeld wird in der Halle ein Band als Linienmarkierung verlegt, das den Sportlern die Spielfeldbegrenzung anzeigt; unter den Schuhen spürbar ist. Und los geht es! Noch steckt der Sport in Rostock in den Anfängen; doch von Woche zu Woche wächst die Begeisterung über jeden Ball, der den Weg zurück über das Netz findet.

 

Bereits 1990 fand in Japan das erste Blindentennisturnier statt; 2007 gingen in England die ersten Sportler an den Start. In Deutschland wird bereits in Berlin, Frankfurt, Köln und jetzt auch in Rostock Blindentennis angeboten. Interessenten wenden sich an die Tennisschule Timmermann oder an Chris Kaplan, die Leiterin der Gruppe unter Telefon 0172-3018296.

Thomas Oberwalder